Überblick über die bekanntesten Objektivtypen
Jedes Kameraobjektiv verfügt über spezielle Eigenschaften, die über Brennweite, Lichtstärke und auch die Fertigungsqualität definiert werden. Je nach Einsatzbereich werden deshalb unterschiedliche Objektive benötigt. Die Auswahl an Objektiven ist heutzutage größer als je zuvor. Nachfolgend werden die einzelnen Objektivtypen vorgestellt.
Normalbrennweite bzw. Standardbrennweite
Als Klassiker gelten Objektive mit der so genannten Normalbrennweite. Die Brennweite liegt typischerweise bei 50 mm. Mit Objektiven dieser Klasse ist man als Fotograf prinzipiell gut aufgestellt. Für Allround-Aufnahmen und Street-Fotografie werden diese Objektive sehr gerne eingesetzt.
Standard-Zoom
Noch wichtiger als die Normalbrennweite ist das so genannte Standard-Zoom. Hierunter ist ein Objektiv zu verstehen, das durch einen Zoom verschiedene Brennweiten abdeckt und einen somit besonders flexibel eingesetzt werden kann. Jeder Fotograf bestimmt sein Standard-Zoom Objektiv selbst. Zumeist werden Objektive gewählt, die im Weitwinkelbereich beginnen und bis zum Telebereich vordringen. Objektive mit einem Brennweitenbereich von ca. 28 bis 70 mm sind typische Standard-Zooms.
Tele-Zoom
Wer Objekte fotografieren möchte, die sich in der Ferne befinden, kommt um ein Tele-Zoom Objektiv nicht herum. Der Zoombereich muss abhängig vom Einsatzbereich gewählt werden. Er verspricht eine gewisse Flexibilität und wird ebenfalls vom Fotografen auf Basis der jeweiligen Anforderungen festgelegt. Zumeist werden Zoombereiche von ca. 120 bis 300 mm gewählt.
Weitwinkel-Zoom
Auch im Weitwinkelbereich erfreuen sich Zoom-Objektive einer steigenden Beliebtheit. Hier sind die Auslegungen besonders unterschiedlich. Einige Fotografen setzen beispielsweise bewusst auf Super-Weitwinkelobjektive, die einen Bereich von 12 bis 28 mm abdecken – andere wählen einen größeren Brennweitenbereich, um flexibler zu sein (z.B. 24 bis 42 mm). Einsatzbereiche sind vor allem Landschafts- / Panoramafotografie und Architektur.
Fish-Eye
Vergleichsweise speziell sind so genannte Fish-Eye Objektive, die über enorm große Brennweiten verfügen. Teilweise sind Brennweiten von bis zu 8mm möglich. Es geht darum, die Umgebung möglichst vollständig abzubilden, wobei die Abbildungsqualität in den Hintergrund gelangt. Wegen der extrem kurzen Brennweite kommt es zu Verzerrungen, die Bilder oftmals rund erscheinen lassen – daher auch die Bezeichnung. Architektur, Wissenschaft und Kunst sind typische Einsatzbereiche.
Festbrennweite
Objektive mit Festbrennweite werden nicht über den Brennweitenbereich definiert, sondern über die Tatsache, dass keine Zoom-Möglichkeit existiert. Festbrennweiten gibt es letztlich in sämtlichen Brennweitenbereichen, angefangen von 14 mm bis hin zu 400 mm. Die Brennweite ist nicht verstellbar, wodurch die Flexibilität zwar beeinträchtigt wird, sich im Gegenzug jedoch eine enorm gute Abbildungsleistung erzielen lässt.
Makro-Objektiv
Zu guter Letzt gibt es noch die so genannten Makro-Objektive. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass der Mindestabstand zum fotografierenden Objekt sehr niedrig bemessen ist. Beim klassischen Tele-Zoom können Objekte erst scharf gestellt werden, wenn sie ungefähr 1,5 Meter von der Kamera entfernt sind. Marko-Objektive erlauben es, die Objektive wenige Zentimeter nah an die Kamera heranzuholen und diese besonders scharf abzubilden. Typische Einsatzbereiche sind Labor und Umwelt.




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