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Lichtempfindlichkeit – Die richtige ISO-Einstellung

Was die Lichtempfindlichkeit (ISO) bedeutet

Ganz früher, als man noch mit analogen Kameras fotographiert hat, musste man sich bei der Wahl seines Filmes nach der Lichtempfindlichkeit (umgangssprachlich ISO genannt) richten, da jeder Film nur eine bestimmte Empfindlichkeit hatte. Mit der digitalen Fotographie hat sich das Gott sei Dank geändert und so kann man heute die ISO für jeden Schnappschuss extra einstellen.

Die ISO 5800 Norm (siehe Wikipedia), im Sprachgebrauch auch einfach nur “ISO”, stammt aus dem Jahr 1987 und wurde von der Internationale Organisation für Normung (kurz: ISO) verabschiedet. Sie besagt im Prinzip folgendes:

Je höher die Lichtempfindlichkeit bzw. der ISO-Wert, um so weniger Licht benötigt man, um ein gutes Foto hinzubekommen.

Beim Fotograhieren bedeutet eine Verdoppelung der Lichtempfindlichkeit, dass man bei gegebenen Lichtverhältnissen die Belichtungszeit halbieren kann oder die Blendenstufe um eine Stufe verkleinern kann. Aber Vorsicht: Bei vielen Kameras, vor allem bei Kompaktkameras, kann es ab einer ISO von über 200 bzw. von über 400 schon zu einem leichten Bildschrauschen kommen.

Der niedrigste ISO Wert (bei den meisten Kameras) ist ca. 50. Da man lineare Wert benutzt, ist die nächste Stufe 100. Um zur nächsten Stufe zu gelangen muss man einfach die Werte verdoppeln. Ein ISO-Wert von 1600 bedeutet eine doppelte Lichtempfindlichkeit zu 800. Logisch oder? Ab einer ISO von ca. 1600 steigen die meisten Kameras allerdings aus bzw. alle Fotos werden wahnsinnig rauschen.

In der Praxis – Die richtige ISO Einstellung

Im Normalfall benutzt man eine ISO von 100 (wenn es sehr hell ist) oder von 200.

Ein gutes Beispiel, wo man mit der ISO rumspielen kann ist folgendes: Man möchte etwas ablichten, dass sich bewegt und dazu ist es noch relativ dunkel. Normalweise würde man eine etwas längere Belichtungszeit einstellen, damit das Foto gut ausgeleuchtet ist. Andererseits würde man auch eher eine sehr kurze Belichtungzeit benutzen, damit das Motive scharf wird. Die Lösung für das Dilemma dafür ist die Lichtempfindlichkeit. Man nutzt einfach eine hohe Lichtempfindlichkeit (ca. 400 oder sogar 800 – je nach Kamera) und dafür eine kurze Belichtungszeit. Beispiele für solche Situationen gibt es viele: Hallensport, fahrende Autos bei Dämmerung oder Tiere im Wald.

Falls man mal abends in einer Stadt unterwegs sein sollte und dort Fotos machen will, sollte man die ISO ebenfalls etwas hochsetzen. Vor allem bei Porträtfotos ist es gar nicht so leicht (egal ob mit oder ohne Stativ), das Motiv scharf und das Bild ausgeleuchtet zu bekommen. Mit einer ISO von 400 geht das schon einfacher, weil man die Belichtungszeit dadurch einfach halbieren kann. Dadurch muss das Model nicht ganz solange stillhalten.

Bildrauschen

Bildrauschen ISO100 im Vergleich mit ISO3200Ein Problem, was dadurch ensteht, nennt man Bildrauschen. Es ist vor allem von der Größe des Sensors abhängig. Ein kleiner Bildsensor hat nur wenig Platz für einen Pixel. Dadurch entstehen Bildfehler. Wenn man die ISO hochdreht, werden die Bildfehler genauso mit verstärkt, wodurch noch ein stärkeres Rauschen entsteht. Man sollte also sehr aufpassen, wie man die ISO einsetzt. Den zu viel ISO erzeugt ein starkes Bildrauschen, was widerrum die Bildqualität extrem senkt. Oft kann man das Bildrauschen zwar mit gängigen Bildbearbeitungsprogrammen wieder entfernen, aber die Qualtät des Bildes wird oft deswegen nicht besser.

Konzeptioniert von Christopher Zapf