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Lichtmalen bzw. Lightwriting

15 September 2011 One Comment

Der perfekte Spaß mit einer Kamera und einer Taschenlampe

Im Moment befinde ich mich im Urlaub in Kroatien mit ein paar Freunden. Natürlich haben wir einige Spiegelreflexkameras dabei und probieren hier so manches aus. Ein Kollege hatte den folgenden Vorschlag: Wenn es stockfinster ist, malt man mit einer Taschenlampe irgendwelche Motive in die Luft bzw. auf den Boden. Die Kamera, die natürlich auf einem Stativ steht muss, belichtet die ganze Zeit. Die fertigen Fotos sind der Wahnsinn.

Hier ist eins der fertigen Fotos:

Aber nun einmal Schritt für Schritt

Die Vorbereitung

Man braucht unbedingt ein Stativ und eine Kamera die solange belichtet wie man möchte! Damit die Linien wirklich gut zu erkennen sind, sollte man eine anständige Taschenlampe (idealerweise LED), die einen schönen spitzen Lichtstrahl hat, besitzen. Und zu guter Letzt sollte man schon ein klein bisschen künstlerisch begabt sein.

Und wie immer beim Fotographieren, braucht man Geduld und davon nicht zu wenig. Wir hatten das Glück, dass wir jemanden dabei hatten, der das schon oft gemacht hat.

Die Dunkelheit spielt natürlich auch eine Rolle. Von der Stimmung her finde ich die Nacht sehr gut, aber es geht mit Sicherheit auch in abgedunkelten Räumen. Falls es doch mal zu hell sein sollte, kann ein Graufilter weiterhelfen. Er vermindert etwas das Licht.

Wenn man an alles gedacht hat, sucht man sich eine schöne Location, baut die Kamera auf und stellt sie richtig ein:

  • Blende und Fokus: Die Blende sollte hoch sein (Netzwelt empfiehlt hier eine Blende von ca. 22), da die Kamera sich mit dem fokussieren sehr schwer tut. Durch eine hohe Blende wird das meiste scharf sein, egal ob die Kamera den richtigen Fokus hat.
  • Verschlusszeit: manuell einstellbar.
  • ISO: Die ISO sollte doch relativ gering eingestellt sein.

Der Ablauf

Als erstes sollte man sich überlegen, wie das Motiv ausschauen soll und sich die Bewegungen im Kopf genau überlegen. Denn es gibt natürlich keinen Radiergummi. Sobald die Kamera anfängt zu belichten, ist alles drauf! Beim Malen gibt es ja immer wieder Momente, wo man mit dem “Stift” einen Sprung machen muss. Hier gibt es einen ganz einfachen Trick: Einfach die Hand vor die Taschenlampe halten. Man sieht zwar eigentlich in der Realität noch eine “rote Hand”, die wird aber nicht mit abgebildet.

Selbstverständlich sollte man natürlich hinter der Taschenlampe stehen und sollte in Richtung des Sensors zeichnen. Auf Grund des hellen Lichts der Taschenlampe, erkennt man normalerweise nichts von dem Maler auf dem Foto.

Nach der Zeichnung oder auch mittendrinnen, kann man eine Person oder sontige Sachen miteinbauen, in dem sich die Person in das Bild stellt und kurz ausgeleuchtet wird. In dem Moment, wo derjenige belichtet wird, darf er sich natürlich nicht bewegen. Sonst ist er unscharf oder ein Geist mit vielen Gesichtern.

Das Motiv

Man kann natürlich alle möglichen Motive zeichnen, schreiben oder malen. Wir haben von Sonnen, Herzen, Palmen, Wörtern, Schlangen, Monstern, Bierkrügen alles gezeichnet. Aber umso komplizierter das Motiv ist, umso wahrscheinlicher gehts schief. Man braucht ein sehr gutes Gefühl dafür, wo man gerade zeichnet und wo man schon war.

Ach ja, und eine Sachen darf man nie vergessen: Jedes Bild das man malt oder schreibt wird logischerweise spiegelverkehrt abgebildet. Vor allem wenn man etwas schreiben möchte, kann das zu großen Schwierigkeiten führen!

Profis könnten noch eine zweite Farbe nehmen. Beispielsweise rot (aber keinen Laserpointer, der hat einen zu spitzen Lichtstrahl!) und somit noch etwas mehr Farbe in das Bild bringen.

Ein weiterer Tipp: Wir wollten ein Gruppenfoto machen. Jetzt ist es gar nicht so leicht, 10 Leute gleichmäßig mit einer Taschenlampe so auszuleuchten, dass sie alle scharf und voll drauf sind. Wir haben dafür einfach die Gruppe von der Seite belichtet. Damit waren alle super ausgeleuchtet.

Zusammenfassung

Man braucht:

  • DSLR Kamera mit individuell einstellbarer Belichtungszeit
  • Stativ
  • LED-Taschenlampe
  • Dunkelheit
  • Ganz viel Kreativität!

Nicht vergessen:

  • Man zeichnet spiegelverkehrt
  • Mit Blitz lassen sich auch Gruppen gut ausleuchten
  • Lieber einfache Motive nehmen

Ein paar weitere gute Quellen und schöne Fotos

Natürlich haben wir das nicht erfunden. Im Internet ist es unter “Lichtmalen” bzw. “Lightwriting” bekannt.

Die Google Bildersuche liefert wirklich ein paar sehr schöne Bilder dazu.

Netzwelt.de hat auch schon drüber berichtet: Der Fototipp Lightwriting

DIE Lightwriting Crew aus Deutschland bzw. Köln Lichtfaktor malen mit Abstand die besten Fotos. Auf deren Flickraccount lassen sich die Fotos bestauen

Über den Autor:
Mein Name ist Chris. Ich studiere in München Wirtschaftsinformatik und bin stolzer Besitzer einer D40 Spiegelreflexkamera von Nikon. Mit dem Fotografieren habe ich eine neue Leidenschaft entdeckt, von der ich euch hier erzählen möchte! Vielen Dank schon mal für dein Interesse an meinem Post! Wenn du noch Fragen oder Anregungen haben solltest, kannst du mir sehr gerne eine Email schicken. Ich freue mich! :)
Chris

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